Canicross

Canicross

Wer gern joggen geht, Spaß am Mountainbiken hat oder im Winter auf Skiern durch die Loipe spurt und dabei von seinem lauffreudigen Hund begleitet wird, kann seinem Hobby mit Canicross das Sahnehäubchen aufsetzen.

Das Wort Canicross setzt sich aus Canis (wissenschaftlicher Name für Hund) und Cross, für Crosslauf zusammen und beschreibt ziemlich gut, worum es bei dieser Sportart geht. Mensch und Hund bilden hier ein fest verbundenes Team und können sich gemeinsam perfekt in der Natur ausarbeiten.

Beim Canicross läuft der Hund vor dem Menschen und beschleunigt diesen durch seine Zugkraft. Der Canicross Sport ist nach unseren Erfahrungen eine wunderbare und motivierende Art der sportlichen Aktivität. Der Canicrossläufer ist mit seinem Hund auf vielen Ebenen miteinander verbunden. Beide müssen sich achten, respektieren und gemeinsam, auch unter Stress zusammenarbeiten. Der Hund wird zum engen Partner, der Anstrengung, Schmerz und Freude mit dem Sportler teilt.

Bis heute hat sich die Wettkampfform Canicross in Europa weiterentwickelt und findet stetig neue begeisterte Sportler, die mit dem Hund an der Leine unterwegs sind. Angefangen vom Dogwalking, Bergwandern mit Hund bis hin zum Geländelauf oder mehrtägigen Etappenrennen, gibt es ein großes Angebot von Veranstaltungen in Europa. Jeder Hundebesitzer kann, wenn er will, im Breitensport, Leistungssport und auf Spitzensportebene im Canicross Sport aktiv werden und das aktive Leben mit dem Hund erlernen.

Ein besonderer Vorteil dieses Sportes ist, dass es sich sehr gut in den Alltag integrieren lässt und man keinen Hundeplatz odergroße Geräte benötigt. Allerdings sollte man bei der Ausrüstung einiges beachten. Hier beraten wir Euch gern.

Die Ausrüstung besteht im Wesentlichen aus einem Hüftgurt und einer flexiblen Leine von maximal zwei Metern Länge (Turniermäßig gilt meist eine Richtgröße von 1,90 Meter). Der Hund bekommt ein spezielles Geschirr, das vergleichbar mit Schlittenhundgeschirren ist. Der Druckpunkt ist dabei so gearbeitet, dass die Lungen des Hundes nicht belastet werden und die Leistungsfähigkeit nur marginal eingeschränkt wird. Um die Verletzungsgefahr zu minimieren, haben alle zugelassenen Gurte einen Panikhaken, mittels dessen man die Verbindung zwischen Hund und Läufer lösen kann. Diese auch Panic-Snap genannte Einrichtung ist Voraussetzung, um an anerkannten Rennen teilnehmen zu dürfen. Da diese Sportart bevorzugt in waldreichen Gebieten praktiziert wird, werden meist Laufschuhe mit entsprechend grobem Profil benutzt.

Da Hunde auf hohe Temperaturen stark reagieren, sollten Läufe ab einer Temperatur von über 18 Grad Celcius nicht mehr durchgeführt werden. Die im beim Canicrosslauf erzielten Höchstgeschwindigkeiten können über 30 km/h betragen.

Es gibt verschiedeneFormen von Canicross:

Canicross-Lauf – der Hundeführer (Musher) rennt hinter dem Hund. Ø Geschwindigkeit 16 km/h.

Bikejöring/Scooter – ein 2,5 m langes Gummiseil verbindet den Hund mit dem Mountainbike oder dem Scooter, einen speziellem Roller. Ø Geschwindigkeit 32 km/h.

Skijöring – der Läufer folgt auf Skier seinem Begleithund. Ø Geschwindigkeit 24 km/h.

Bei Wettkämpfen erfolgt der Start entweder als Massenstart wie bei der EM, oder als Einzelstart im Minutentakt. Es gibt beim Canicross – im Gegensatz zu anderen Hundesportarten – keine Leistungsklassen. Die Einteilung erfolgt nach Alter und Geschlecht.

Der Hund sollte gesund und mindestens 1 bis 1 ½ Jahre alt sein. (Profi-Schlittenhunde fangen schon mit 3-4 Monaten an.)