CaniX

Wer gern joggen geht, Spaß am Mountainbiken hat oder im Winter auf Skiern durch die Loipe spurt und dabei von seinem lauffreudigen Hund begleitet wird, kann seinem Hobby mit dem CaniX-Sport das Sahnehäubchen aufsetzen.

Es gibt verschiedene Formen des CaniX-Sports:

  • Canicross
  • Bikejöring/Dogscooting
  • Skijöring
  • Dogtrekking

Ein besonderer Vorteil dieses Sportes ist, dass es sich sehr gut in den Alltag integrieren lässt und man keinen Hundeplatz oder große Geräte benötigt. Allerdings sollte man bei der Ausrüstung einiges beachten. Hier beraten wir Euch gern.

Der Hund sollte gesund und mindestens 1 Jahre alt sein. Für alle Variaten des CaniX-Sports braucht der Hund ein gut sitzendes Zuggeschirr.

Canicross

Das Wort Canicross setzt sich aus Canis (wissenschaftlicher Name für Hund) und Cross, für Crosslauf zusammen und beschreibt ziemlich gut, worum es bei dieser Sportart geht. Mensch und Hund bilden hier ein fest verbundenes Team und können sich gemeinsam perfekt in der Natur ausarbeiten.

Beim Canicross läuft der Hund vor dem Menschen und beschleunigt diesen durch seine Zugkraft. Der Canicross Sport ist nach unseren Erfahrungen eine wunderbare und motivierende Art der sportlichen Aktivität. Der Canicrossläufer ist mit seinem Hund auf vielen Ebenen miteinander verbunden. Beide müssen sich achten, respektieren und gemeinsam, auch unter Stress zusammenarbeiten. Der Hund wird zum engen Partner, der Anstrengung, Schmerz und Freude mit dem Sportler teilt.

Die Ausrüstung besteht im Wesentlichen aus einem Hüftgurt und einer flexiblen Leine von maximal zwei Metern Länge (Turniermäßig gilt meist eine Richtgröße von 1,90 Meter). Der Hund bekommt ein spezielles Zugeschirr. Der Druckpunkt ist dabei so gearbeitet, dass die Lungen des Hundes nicht belastet werden und die Leistungsfähigkeit nur marginal eingeschränkt wird. Um die Verletzungsgefahr zu minimieren, haben alle zugelassenen Gurte einen Panikhaken, mittels dessen man die Verbindung zwischen Hund und Läufer lösen kann. Diese auch Panic-Snap genannte Einrichtung ist Voraussetzung, um an anerkannten Rennen teilnehmen zu dürfen. Da diese Sportart bevorzugt in waldreichen Gebieten praktiziert wird, werden meist Laufschuhe mit entsprechend grobem Profil benutzt.

Da Hunde bei hohen Temperaturen schnell überhitzen, sollten Läufe ab einer Temperatur von über 18 Grad Celcius nicht mehr durchgeführt werden.

Bei Wettkämpfen erfolgt der Start entweder als Massenstart wie bei der EM, oder als Einzelstart im Minutentakt. Es gibt beim Canicross – im Gegensatz zu anderen Hundesportarten – keine Leistungsklassen. Die Einteilung erfolgt nach Alter und Geschlecht.

Bikejöring/Dogscooter

Beim Bikejöring/Dogscooting zieht der Hund ein Mountainbike oder einen geländegängigen Tretroller, einen sogenannten Dogscooter. Der Hund ist mittels einer Jöringleine am Zweirad befestigt. Die Leine sollte mindestens 2,5m lag sein und einen Ruckdämpfer haben.

Ob ein Mountainbike oder ein Scooter verwendet wird, hängt in erster Linie von der Zugkraft des Hundes ab. Bei Verwendung eines Bikes kann der Mensch viel besser und vor allem gleichmäßger unterstützen. Im Gegenzug ist die Verletzungsgefahr mit einem Dogscooter geringerer: Der Schwerpunkt ist tiefer, dadurch fährt man sicherer und im Notfall kann man einfach schnell abspringen.

Die Temperaturen sollten die 15°-Marke nicht überschreiten.

Skijöring

Beim Skijöring ist der Hund mit einer 2,5m langen Jöringleine am Bauchgurt mit dem Menschen verbunden. Der Hund zieht den Menschen auf Skiern. Der Mensch kann hier mittels Langlauf- oder Skatingtechnik unterstützen.

Um hier Freude miteinander zu haben und nicht von einer Schneewehe in die nächste zu fallen, sind solide Skifahrkenntnisse beim Menschen nötig. Außerdem zahlt sich vorheriges Zugtraining des Hundes (Canicross, Scooter, Bike) aus.

Leider haben wir hier selten ausreichend Schnee zum Skifahren, so dass wir dafür in die umliegenden Mittelgebirge fahren müssen.

Dogtrekking

Wenn du laufen willst, dann laufe eine Meile. Wenn du ein neues Leben kennen lernen möchtest, dann finishe ein Dogtrekking!

Dogtrekking ist vereinfacht gesagt das Weitwandern mit Hund. Mensch und Hund sind ähnlich wie beim Canicross mittels einer Jöringleine und einem Bauchgurt miteinander verbunden. Hier darf die Leine gern etwas länger sein, damit man schwierige Wegstücke (z.B. leichte Klettersteige) gemeinsam bewältigen kann.

Bei einem Dogtrekking legt das Mensch-Hund-Team gemeinsam 80 Kilometer und mehr an einem Wochenende zurück. Die Strecke ist nicht markiert und muss mit Hilfe einer Karte abgelaufen werden. Es gibt keine Streckenposten oder Verpflegungspunkte. Die komplette Ausrüstung (Verpflegung, Biwak, Gepäck) trägt der Mensch im Rücksack.

Die Strecke kann gewandert oder auch gelaufen werden. Beliebt ist auch die Mischform, das sogenannte Laufwandern.

Auf Dogtrekkingveranstaltungen werden oft auch Eintagestouren angeboten: der Doghike umfasst mindestens 40 Kilometer und wird gesondert gewertet. Außerdem gibt es meist auch noch eine kürzere Strecke: die Tour. Sie dient dem Einstieg, ist meist um die 25 Kilometer lang und erfolgt oft ohne Wertung. Vereinzelt werden auch sogenannte Rollitrekkings angeboten. Diese Strecken sind barrierefrei und können mit Handbike zurückgelegt werden.

Bei den meisten Veranstaltung wird sehr viel Wert auf eine abwechslungreiche und schöne Strecke gelegt. Hier gehts es ums gemeinsame Erleben und weniger um die Geschwindigkeit.

Dogtrekking kommt ursprünglich aus Tschechien. In Österreich und Polen erfreut es sich auch schon länger großer Beliebtheit. Seit ein paar Jahren gibt es auch ein paar wenige Veranstaltungen in Deutschland.